Kurz‐Interview
André Märtens im Gespräch
Hairstylist André Märtens ist „Head of Hair“ der Berlin‐Fashion‐Week.
Hier fünf Fragen an den gefragten Berliner Stylisten

Das Atelier Artistique, André Team!
Wie groß ist Ihr Team in Berlin?
„Mein Team ist besteht in jeder Saison aus 20 Friseuren und Friseurinnen des „Atelier Artistique“ von L’Oréal Professionnel. Aus ganz Deutschland reisen die Besten an. Von Hamburg bis München, von Dresden bis Köln ist jemand dabei! Eine großartige Auszeichnung für jeden Hair‐Stylisten, der dabei sein darf! Natürlich b ringen auch einige Kollegen eine Assistenz mit! Es macht einfach riesigen Spaß, mit den besten Kollegen und Kolleginnen des Landes zusammen zu arbeiten. Bei dieser intensiven Zusammenarbeit tauscht man sich auch über Trends, deren Interpretation und Techniken aus! “
Wie sieht ein typischer Fashion Week Tag aus?
Mein Tag beginnt meist 5.00 Uhr morgens. Das Wichtigste für mich ist, gut zu Frühstücken, denn wenn die Arbeit für die Schauen beginnt, dann gibt es oft wenig Pausen, um wieder etwas zu essen! Um 7 Uhr starten die Vorbereitungen für die erste Show. Das gesamte Team steht dann bereit, der Look wird noch einmal besprochen, dann wird losgelegt. Sobald alle Models fertig sind und für den ersten Run im Line‐up stehen, stehe ich mit einem Kollegen/in noch mal für die letzte Prüfung oder das letzte Touch‐up bereit, damit kein Model rausgeht, das nicht optimal aussieht. Sobald der letzte Run gelaufen ist, gehe ich sofort in den Backstage‐Bereich der nächsten Show, wo das Team bereits mit den Vorbereitungen der Haare für die nächste Show begonnen hat. Zwischen sechs und acht Shows werden täglich gestylt, da bin ich tout le jour eingespannt, oft ohne Pause von einem Backstage Bereich in den Nächsten unterwegs. Nach der letzten Show, manchmal erst um 22 Uhr gehe ich schnell nach Hause und schlafe, sonst wird der nächste Tag schwierig.
Welche Models haben Sie schon frisiert?
„Barbara Meier, Julia Stegner, Toni Garrn, Lena Gehrke, Sarah Nuru, Felix Schöpgens, Tatjana Patiz, Inés Sastre uvm.
Für welche Designer arbeiten Sie dieses Jahr?
Wie in den vergangenen acht Saisons mache ich mit meinem Team mehr als 80 % aller Schauen im Zelt der Fashion Week Berlin. So arbeite ich dieses Jahr beispielsweise für Michael Sonntag, Lena Hoschek, Dimitrij, Strenesse, Schumacher, Allude, Laurèl, Rena Lange, Mongrels in Common, Perret Schaad, Patrick Mohr, Blacky Dress, Marcel Ostertag, Kilian Kerner, Irene Luft und Stephan Pelger.
Haben Sie in Berlin Zeit, selbst Mode anzuschauen?
„In einer Show sitzen kann ich nicht, aber wir sind natürlich unheimlich nah und direkt dabei. Ich sehe die Mode bereits im Vorfeld, wenn ich den Look für die Haare mit dem Designer erarbeite und festlege, ich sehe die Mode am Model backstage und ich kann die gesamte Show Backstage am Monitor verfolgen. Ich sehe mir die Schauen allerdings alle nach der Fashion Week nochmals an, um mir den Gesamtlook noch mal vor Augen zu führen und auch die Arbeit noch einmal, auch kritisch, wenn es sein muß an zu sehen.